(Werbung) Ich liebe es zu Reisen und für mich ist ein großer Teil des Reisens neue Essenserfahrungen zu machen, mit Freunden und Kollegen schöne Restaurants zu finden und einfach überrascht zu werden. Es gibt so viel leckeres und von so vielem weiß ich noch nichts. Also mache ich die Augen auf und bin begeistert auf der Suche.

Da ich aber häufig beruflich unterwegs und dabei oft erst spät im Hotel bin, mir der Roomservice auf Dauer zu teuer ist oder ich oftmals weiß, dass die Destination für mich, was Essen angeht,  einfach nicht passt, habe ich angefangen mich mit Selbstversorgung zu beschäftigen. 

Vegetarisch funktioniert inzwischen an den meisten Orten, aber gerade wenn ihr euch Vegan ernährt, Intoleranzen habt oder sportlich eure Ernährung im Griff haben wollt, ist das Thema Selbstversorgung bei euch bestimmt auch schon aufgekommen.

 

Ich habe anfangs erstmal alle möglichen Sportriegel ausprobiert, Müsli dabei gehabt und fertig Essen gekauft. Irgendwann habe ich dann angefangen zuhause vorzukochen, bis ich letztendlich auf die Idee kam, im Hotel zu kochen. Das klingt erstmal komisch und die meisten denken dann an Fertigsuppen oder ähnliches. Ich meine aber kochen, mit einer Herdplatte, Töpfen und allem was dazu gehört. 

Es hat eine Weile gedauert, bis ich mir meine Reiseküche so zusammen gestellt hatte, dass ich auch wirklich was mit ihr anfangen konnte, aber nach etwas Ausprobieren war sie fertig. Ich zeige euch hier, wie das aussehen kann und will euch ein paar Varianten der Selbstversorgung vorstellen, die mir bis jetzt begegnet sind. Falls eine davon für euch in Frage kommt, zeige ich euch auch gerne direkt wo ihr alles dafür her bekommt.

Also…los geht’s!

 

Der Vorratskoffer

Den Vorratskoffer sehe ich besonders bei Flugbegleiter Kolleginnen und Kollegen oft. Sie haben ein etwas größeres Handgepäck voller Brot, Aufstrich, Gemüse, Salat und ähnlichem dabei oder haben das alles im aufgegebenen Gepäck und räumen es vor den Flügen ins Handgepäck um. Alles Lebensmittel, die eine Weile halten und die dann im Laufe der Reise, entweder im Hotel oder auf den Flügen verbraucht werden. Beim Vorratskoffer tragt ihr zwar viel mit euch herum, das Gute ist aber, dass ihr im laufe der Reise das meiste verbraucht. Also wird der Koffer immer leichter und leerer.

Er funktioniert natürlich auch bei anderen Berufsgruppen oder auch bei Urlaubern. Am besten aber bei kürzeren Trips und auch nur, wenn ihr in Länder reist in denen ihr diese Lebensmittel einführen dürft, also zum Beispiel in der EU. Denkt aber gerade bei Flugreisen an die Sicherheitskontrollen am Flughafen, falls ihr flüssige Lebensmittel im Handgepäck transportieren wollt. 

Der Vorratskoffer ist also nicht für jede Reise oder jeden Reisenden geeignet. Ich persönlich fand ihn immer etwas unpraktisch.

 

Vorkochen

Vorkochen ist ähnlich wie der Vorratskoffer, aber natürlich im Vorfeld aufwändiger. Auch hier gibt es ein paar Dinge zu beachten: 

Ihr werdet dabei ebenfalls recht viel mit euch herum tragen: Frischhaltedosen, Thermobehälter oder ähnliches. Anders als beim Vorratskoffer wird euer Gepäck hier aber nicht leerer, nur leichter. Die Behälter schmeißt ihr ja nicht weg. Also ist auf der gesamten Reise weniger Platz in eurem Koffer. Ihr habt aber den Vorteil, die Behälter unterwegs wieder befüllen zu können. Das heißt ihr könnt euch vor Ort leckeres Essen mitnehmen. Dazu später mehr.

Vorkochen ist ebenfalls besser für kürzere Reisen geeignet, da das Essen ja nicht unbegrenzt haltbar ist. Es verdirbt wahrscheinlich sogar schneller als die abgepackten, frischen Lebensmittel beim Vorratskoffer. Außerdem müsst ihr besonders hier darauf achten, was ihr in euer Zielland einführen dürft, denn nicht versiegelte Lebensmittel sind besonders außerhalb der EU meist nicht erlaubt. Also auf jeden Fall die Einfuhrbedingungen des jeweiligen Landes beachten. Diese lassen sich recht leicht im Internet zusammen suchen.

Wenn Vorkochen für euch also in Frage kommt, gibt es sehr gute Artikel und praktische Produkte dafür, z.B….

Frischhaltedosen

Frischhaltedosen gibt es in vielen Ausführungen und Materialien. Am besten geeignet um sie im Gepäck zu transportieren sind solche mit Schnappverschlüssen. Sie haben meist eine recht dicke Dichtung und sind somit absolut auslaufsicher. 

Die aus Glas finde ich persönlich am sympathischsten. Einmal aus gesundheitlicher Sicht, auch wenn Kunststoffe meist unbedenklich sind, zum anderen weil sie am vielfältigsten einsetzbar sind. 

Wollt ihr langfristig vorkochen, könnt ihr Essen sowohl in denen aus Kunststoff als auch in denen aus Glas einfrieren. Erhitzen ist in Glas aber unbedenklicher und ihr könnt dafür nicht nur eine Mikrowelle sondern auch einen Ofen nutzen. Das ist gerade als Flugbegleiter interessant, da wir oft Öfen an Bord zur Verfügung haben. Beachtet dabei aber bitte, ob eure Airline das erlaubt.

Nutzt ihr sie für kalte Speisen, funktionieren beide gleich gut. Dann kommt es also nur darauf an, wie ihr sie einsetzen wollt und was euch am liebsten ist.

HIER** hab ich ein paar Beispiele für Frischhaltedosen für euch zusammen getragen.

Thermobehälter

Wenn ihr Essen warm halten wollt, braucht ihr einen guten Thermobehälter. Diese gibt es in verschiedenen Größen und meist von Outdoor Firmen wie z.B. Esbit oder Klean Kanteen, welche ich persönlich benutze. Solche Behälter sind inzwischen so gut isoliert, dass ihr euer Essen damit über mehrere Stunden hinweg warm halten könnt. Das ist zum Beispiel auch ideal, wenn ihr mal ein Seminar oder etwas ähnliches habt, wo es für euch keine passende Verpflegung gibt. Übrigens halten diese Behälter genau so gut Speisen kalt. Sie haben eine große Öffnung, ihr könnt also direkt aus ihnen essen und sie lassen sich dadurch leicht reinigen. 

Was ich daran liebe, ist die schon erwähnte Möglichkeit mir unterwegs essen kaufen und das dann warmhalten und mitnehmen zu können. Es gibt oft in den Flughäfen leckeres Essen, das euch vielleicht eher liegt als das auf dem Flieger. So nehme ich mir zum Beispiel in Japan oft mein Lieblings Sushi mit ins Flugzeug 😉

Meinen und andere Thermobehälter findet ihr HIER**.

 

 

Fertigessen

Fertigessen klingt erstmal nach nicht viel und ihr denkt dabei vielleicht an Geschmacksverstärker, viele Zusatzstoffe und nicht die beste Qualität. Es gibt aber gerade im Outdoor Bereich gefriergetrocknete Essen in allen Varianten. Frühstück, Hauptgänge mit Fisch, Fleisch, Vegetarisch, Vegan, Laktosefrei, Glutenfrei und und und. Alles ohne Konservierungsstoffe oder Geschmacksverstärker und mit natürlichen Zutaten. 

Diese Essen sind nicht ganz billig, zwischen 7 und 10€ pro Mahlzeit, aber sie sind wirklich super lecker und ganz einfach zu zubereiten. Meist braucht man nicht mehr als kochendes Wasser und in beinahe jedem Hotelzimmer gibt es einen Wasserkocher.

Die Mahlzeiten kommen in einer selbststehenden Tüte. Ihr reißt sie nur auf, füllt das heiße Wasser bis zu einer Linie ein, rührt um und laßt es für etwa 10 Minuten ziehen. Das ganze quillt dann auf und ihr habt eine wirklich leckere, vollwertige Mahlzeit mit knackigem Gemüse, leckeren Pilzen, hochwertigem Fleisch oder Fisch, nudeln oder Reis….mit dem worauf ihr eben Lust habt. 

Das ist die einfachste Möglichkeit sich zu versorgen, aber eben nicht die günstigste. Wobei ich für Qualität gerne bereit bin mehr zu zahlen.

HIER** hab ich solche Essen, in diesem Fall von Trek’n Eat, mal für euch zusammen getragen. Es gibt sie aber auch von anderen Herstellern.

 

 

Selber kochen

Selber kochen ist natürlich ein bisschen was anderes. Dabei geht es eher um Verpflegung vor Ort, z.B. Im Hotelzimmer und weniger darum Unterwegs etwas dabei zu haben. Das eine schließt das andere aber nicht aus und ich habe meist etwas für den Flug und eben meine Reiseküche dabei. 

Anfangs war das nur so eine Idee. Ich bin nicht davon ausgegangen, dass das so gut funktioniert. Also habe ich einfach mal nach Herdplatten gesucht und die meiner Meinung nach beste gefunden. Die Rommelsbacher RK 501/SU. Sie ist schön kompakt und lässt sich zwischen 230V und 115V umstellen, was mir wegen Reisen z.B. in die USA wichtig war. Sie hat ein langes Stromkabel. Das ist perfekt, weil die Steckdose nicht immer genau da ist, wo ich kochen will. Das Kabel wird platzsparend an der Unterseite aufgerollt und muss so nicht separat transportiert werden.

Im Lieferumfang war ein gut verarbeiteter Topf, der für meine Zwecke aber zu klein war. Also habe ich mir nacheinander mehrerer Outdoor Topfsets besorgt, bis ich schließlich das passende gefunden hatte – das Relags Biwak Edelstahl 1 Topfset. Andere funktionieren auch, aber ich wollte kein Aluminium oder Beschichtungen sondern Edelstahl und dieses Set hatte außerdem die perfekten Maße. Jetzt waren die Töpfe groß genug und alles ließ sich platzsparend ineinander stauen und nahm so wenig wie möglich Raum in Anspruch. 

Die ersten Kochversuche

Bei den ersten Kochversuchen fiel mir dann auf, was ich noch alles brauchte, z.B. ein Sieb zum Nudeln oder Reis abgießen, kleine Fläschchen für Gewürze. Das gleiche dann auch noch für Spülmittel. Alles musste ja auch irgendwie wieder sauber gemacht werden. Dann brauchte ich noch eine Tasche, in die das alles rein passte. Für alles hab ich eine gute Lösung gefunden und irgendwann war meine Reiseküche fertig. Nur 20 x 20 x 13cm groß und gerade mal 2,5kg schwer. 

 

Und so sieht sie aus:

Zubereiten könnt ihr damit alles. Von simplen Dingen wie Nudeln und Reis, über das morgendliche Rührei bis hin zu Fisch und Fleisch Gerichten. Eintöpfe sind ideal. Ihr kocht mit nur einer Platte, müsst also Gericht und Beilagen nacheinander zubereiten. Daran gewöhnt man sich aber schnell und ihr könnt die Beilagen im großen Topf gut warm halten. Einfach die Pfanne als Deckel benutzen. Dazu ein kleiner Hausmanns-Tip von einem netten Kollegen: Umwickelt ihr das ganze noch zusätzlich mit Handtüchern und stellt es unter die Bettdecke bleibt es wirklich lange warm.

Ich habe auf meinen Reisen meist Basics wie Pasta, Reis und leckere Soßen im Glas dabei. Oft kaufe ich mir frisches Gemüse vor Ort dazu. Wenn ich in Ländern keine Lebensmittel einführen darf, besorge ich mir alles im lokalen Supermarkt. Es ist übrigens sehr interessant mit Zutaten zu kochen, die es Zuhause so vielleicht nicht gibt.

Zwei häufig gestellte Fragen:

Ich hatte in 6 Jahren im Hotelzimmer kochen noch nie ein Problem. Weder habe ich Rauchmelder ausgelöst, noch hat die Herdplatte das Stromnetz überlastet oder ich habe andere Gäste mit Gerüchen belästigt. Ihr solltet natürlich nichts anbrennen lassen und vielleicht allgemein ein bisschen Rücksicht nehmen was ihr kocht.

Auch an Sicherheitskontrollen hatte ich noch keine Probleme. Ich werde ab und zu gefragt was ich da dabei habe. Die einfache Antwort „eine Herdplatte“ hat aber immer genügt. Selbst im Handgepäck war das nie ein Problem. Da habe ich dann allerdings darauf geachtet kein scharfes Messer oder ähnliches dabei zu haben.

 

Sollte selber kochen also für euch von Interesse sein, habe ich euch Links zu dem Topfset und der Herdplatte mal HIER** zusammen getragen. Außerdem biete ich in meinem Shop passend dazu die Tasche und einiges Zubehör, wie zum Beispiel einen Edelstahl Teller, den Beutel mit Glasfläschchen für Gewürze oder die Siebplatte an. So könnt ihr euch überlegen, was für euch Sinn macht und was ihr in eurer Reiseküche haben möchtet. 

 

 

So bitte nicht!

Mir sind auch schon Selbstversorger-Auswüchse begegnet, die ich absolut nicht empfehlen kann. Ein gängiges und ein extremes Beispiel: „Der Würstchen-Wasserkocher“ und „Die Bügeleisen-Feuerstelle“.

Beim Würstchen-Wasserkocher nutzt der Hotelgast den Wasserkocher um sich Würstchen zu zubereiten, wie der Name schon vermuten läßt. Ziemlich eklig und rücksichtslos, meiner Meinung nach. Jede weitere Nutzung wird wohl eine unverkennbaren Nachgeschmack haben. Wer freut sich nicht über einen Bockwurst-Kamillen Tee am frühen Morgen. 🤢🤮

Die Bügeleisen-Feuerstelle (BITTE NICHT NACHMACHEN!!!) ist das kreativste und auch fahrlässigste, was ich bis jetzt gehört habe. Dabei wird das Hotel-Bügeleisen umgedreht, Bügelfläche nach oben, und zwischen zwei Gegenstände geklemmt. Dann wird das mitgebrachte Essen in einer Aluschale oder ähnlichem auf der Bügelfläche erhitzt. Das mag funktionieren, birgt aber natürlich ein erhebliches Brandrisiko, weswegen ich das ganze auch „Feuerstelle“ genannt habe. Also absolut nicht zu empfehlen!!! 😱

Da ist es doch leichter und sicherer eine Herdplatte dabei zu haben.

Habt ihr sowas schonmal gesehen, oder gemacht? Ganz ehrlich!

 

 

Wie versorgt ihr euch unterwegs?

Das sind also ein paar meiner Ideen und Erfahrungen mit dem Thema Selbstversorgung. Es gibt mit Sicherheit noch einige andere gute Ideen. Wenn ihr welche habt, würde ich mich freuen von ihnen zu hören und wenn ihr das möchtet, füge ich sie auch gerne hier hinzu.

Bis dahin. Genießt eure Reisen. Probiert so viel wie möglich und solltet ihr euch selbst versorgen wollen, hab ich euch hoffentlich ein paar Anregungen geben können 😉

 

Links

Frischhaltedosen**

Thermobehälter**

Fertigessen**

Reiseküche**

 

 

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