(Werbung) Was könnt ihr für eure Sicherheit, in außergewöhnlichen Situationen wie Feuer im Hotel, Erdbeben oder ähnlichem tun? Wie solltet ihr euch verhalten? Wie könnt ihr euch vorbereiten?

Wer viel auf Reisen ist, kann sich auch eher mal einer bedrohlichen Situation gegenüber sehen. Sei es im Urlaub oder auf Dienstreise, unter freiem Himmel oder im Hotel. Gerade in letzterem sind oft mehrere hundert Menschen unter einem Dach. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass mal etwas schief läuft. Gerade bei Dienstreisen sucht ihr euch das Reiseziel wahrscheinlich nicht selbst aus. Da kann es durchaus vorkommen, dass ihr mal in ein Land fliegt welches eher unsicher, politisch schwierig oder vielleicht Erdbeben gefährdet ist.

Ich habe in 15 Jahren beruflichem und privatem Reisen den einen oder anderen Feueralarm oder Stromausfall erlebt und bin extremen Wetterlagen, Naturereignissen oder politisch schwierigen Situationen begegnet. Einige Male bin ich an größeren Terroranschlägen, wie z.B. dem in Mumbai 2008 und Nizza und Berlin 2016 nur knapp vorbei geschrammt. 

Speziell nach dem in Mumbai, bei dem sich die Gäste des Taj Mahal Palace Hotels neben der Bedrohung durch Terroristen auch der durch Feuer gegenüber sahen, habe ich mich gefragt, ob ich gewusst hätte wie ich bei so etwas am besten reagiere, ob ich auf sowas vorbereitet bin. Also habe ich angefangen mich mit verschiedenen Szenarien auseinanderzusetzen, habe z.B. nach Artikeln gesucht, mit denen ich meine Hotelzimmertür sichern könnte oder nach einer Möglichkeit, bei einem Brand zumindest die Gefahr der Rauchvergiftung ausschließen zu können. 

 

Aufmerksam, nicht ängstlich!

Ich will hiermit keine Angst machen. Ich will euch eher darauf aufmerksam machen, dass ihr euch mit ein paar Dingen, die auf Reisen passieren könnten, beschäftigt haben solltet und am besten bevor sie passieren. Wie verhalte ich mich in solchen Situationen? Was kann ich vorbeugend tun? Gibt es Dinge mit denen ich mich sicherer fühlen kann?

Auf diese Fragen will ich hier eingehen und die letzte gleich beantworten: Ja, die gibt es und ich werde auch den einen oder anderen Artikel vorstellen, der zu eurer Sicherheit beitragen kann. 

Die Informationen die ich hier zusammen getragen habe kommen sowohl von meinen langjährigen Erfahrungen in der Luftfahrt als auch von öffentlichen Quellen, wie z.B. dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, sowie von Feuerwehren und der Polizei. Sie sollen euch als Orientierung dienen, bilden aber keinerlei Garantie.

 

Inhalt 

 
Erste Schritte

Im Hotel – Was solltet ihr euch ansehen?

Was nachts bereitliegen sollte – Damit ihr schnell reagieren könnt.

 
Szenarien

Im Brandfall

Erdbeben

Terroranschlag

 

Was ihr für eure Sicherheit mitnehmen könnt

Licht

Auf sich aufmerksam machen

Atemschutz

Die Hotelzimmertür 

 

Erste Schritte 

 

Im Hotel

Wenn ihr im Hotel ankommt habt ihr wahrscheinlich andere Dinge im Kopf als auf Sicherheit zu achten. Es gibt aber ein Paar simple Dinge, die ihr beim Beziehen eures Hotelzimmers immer Checken solltet:

 

Wo liegt mein Zimmer, bzw. wo liegen die Notausgänge? 

Macht euch mit der Lage der Notausgänge auf eurer Etage vertraut. Dabei könnt ihr euch zum Beispiel merken, ob ihr nach dem Verlassen eures Zimmers nach Links oder Rechts müsst. 

Ihr könnt auch die anderen Zimmer bis zum Notausgang zählen. Das könnte hilfreich sein, falls ihr euch mal bei schlechter Sicht durch z.B. Rauch zum Ausgang tasten müsst.

Je nachdem wie vertrauenserweckend euer Hotel ist, guckt ihr euch vielleicht auch einfach mal die Notausgänge selbst an. Sind sie frei zugänglich, nicht mit irgendetwas zugestellt oder vielleicht sogar nur aufgemalt ;).

Seht euch auch an wo die weiteren Notausgänge sind, falls eure erste Wahl dann doch aus irgend einem Grund nicht benutzbar ist.

In vielen Hotelzimmern hängt an der Tür ein Fluchtwegsplan, den ihr direkt zur Orientierung nutzen könnt.

Stehen auf eurer Etage Feuerlöscher?

Guckt euch einfach mal um und merkt euch, wo ein Feuerlöscher steht und am besten auch gleich wie er funktioniert. Wenn ein Brand gerade im Entstehen ist könnt ihr so vielleicht noch schnell genug reagieren. 

Auch die Feuerlöscher sollten auf einem eventuellen Fluchtwegsplan an eurer Tür eingezeichnet sein. Übrigens sind Feuerlöscher nicht in jedem Land rot.

 

Fenster?

Wie sehen die Fenster in eurem Zimmer aus. Lassen sie sich öffnen? Wie hoch bin ich? Könnte ich sie als Fluchtweg nutzen.

 

Notrufnummern?

Wie lauten die in diesem Land?

Diese Paar Minuten zur Orientierung am Anfang können im Ernstfall ausschlaggebend sein und eure Sicherheit deutlich erhöhen.

 

Was nachts bereitliegen sollte

Gerade am Abend vor dem Heimflug neige ich dazu, alles schon wieder in den Koffer packen zu wollen. Käme dann in der Nacht z.B. ein Feueralarm, müsste ich erst wieder alles auseinander nehmen, um nicht in T-Shirt und Unterhose vor dem Hotel zustehen. Das ist mir anfangs mal passiert. Also nicht das mit der Unterhose, sondern das mit dem Koffer auseinander nehmen.

Also liegen bei mir immer Kleidung und Schuhe bereit, um schnell reagieren zu können.

 

Damit hab ich sichergestellt, dass ich eine Weile vor dem Hotel verbringen kann, sollte ich mal schnell raus müssen. Was aber neben Kleidung noch wirklich wichtig ist, sind bestimmte Unterlagen, die euch auf Reisen lieber nicht verloren gehen sollten. 

 

Der Reisepass, Visa und Unterlagen, die euren Aufenthalt erst ermöglichen, zum Beispiel. Ebenso Unterlagen die den weiteren Urlaub betreffen, wie Tickets usw. Sollten diese noch in Papierform vorliegen. (Im dümmsten Fall lassen die sich aber auch durch die Airline ersetzen.)

 

Das Smartphone – liegt wahrscheinlich sowieso am Bett, sollte aber auch auf jeden Fall mit. Nicht um als erster ein Bild vom brennenden Hotel posten zu können, sondern um in Notlagen erreichbar zu sein. Gerade wenn ihr mit mehreren Leuten unterwegs seid, verliert ihr euch in solchen Situationen vielleicht aus den Augen. Je nach Situation bekommt das vielleicht zuhause jemand mit und will wissen, dass es euch gut geht. Bei Erdbeben oder Naturkatastrophen bekommt ihr eventuell vom Staat Mitteilungen auf euer Handy. 

 

Der Zimmerschlüssel ist in vielen Hotels sowieso vorne an der Tür in einem Schlitz, um den Strom einzuschalten. Wenn nicht, legt ihn euch so dass ihr ihn nicht vergesst.

 

Eine Taschenlampe am Bett ist auch recht sinnvoll, nicht nur für Notfälle. Die gibt es vieler Orts im Hotelzimmer, ihr habt aber unbewusst wahrscheinlich auch eine dabei, an eurem Smartphone. Die ist allerdings eher für kurze Aktionen geeignet, weniger wenn ihr wirklich lange eine Lichtquelle braucht. Gerade Nachts, wenn ihr an einem ungewohnten Ort aufwacht kann sie sinnvoll zur Orientierung sein. Zumindest ich wache manchmal auf und weiß im ersten Moment weder wo ich gerade bin , noch wo der Lichtschalter ist. Vielleicht bin ich damit aber auch allein ;).

 

Das klingt als müsste da jetzt nachts eine Menge Zeug neben eurem Bett liegen. Letztendlich liegt da aber lediglich Kleidung bereit, eine kleine Mappe, oder ein Zipperbeutel für die Unterlagen und euer Handy am Bett.

Also alles garnicht so kompliziert aber wichtig.

 

Szenarien

 

Im Brandfall

 

Ihr habt euch also anfangs alles angesehen und kennt die Fluchtwege usw.

 

Feueralarme in Hotels können recht unterschiedlich sein. Es kann sein, dass eine Bandansage kommt, meist in mehreren Sprachen. Sie informiert euch darüber, ob ihr auf dem Zimmer warten sollt bis die Situation verifiziert ist, oder ob ihr das Zimmer direkt verlassen müsst.

Es kann auch sein, dass es einfach nur einen Alarm, ohne weitere Infos gibt. In dem Fall würde ich  das Zimmer vorsorglich verlassen – lieber einmal zu viel als zu wenig.

 

Versucht Ruhe zu bewahren, damit ihr überlegt handeln könnt!

 

Keine Fahrstühle benutzen!

 

Brand im Zimmer:

Entsteht der Brand in eurem Zimmer, meldet ihn sofort.

Versucht zu löschen, wenn ihr sicher seit dass ihr das schafft. Wenn nicht verlasst das Zimmer.

Schließt die Tür hinter euch, damit Rauch und Flammen nicht in den Flur gelangen.

Löst wenn nötig Alarm aus, mit dem Feueralarm, durch Rufen oder per Telefon.

Weckt eure Zimmernachbarn

 

Rauch im Zimmer:

Rauch und Brandgase steigen nach oben. Bewegt euch also nah am Boden und versucht möglichst keines von beidem einzuatmen. Ihr könnt zum Beispiel ein Handtuch oder ein Kleidungsstück nass machen und hindurch atmen.

 

Türen: 

Kommt ihr an eine Tür, tastet sie erst einmal ab. Ist die Tür oder der Türgriff heiß, lasst sie geschlossen. Ist sie nicht heiß, öffnet sie langsam und zu euerer Sicherheit geduckt.

 

Im Flur:

Ist im Flur alles klar, geht zum nächsten Notausgang. Bei Rauch kriecht ihr dort hin. Ist die Sicht eingeschränkt, zählt ihr die Türen bis zum Notausgang, dafür habt ihr euch das ja anfangs gemerkt.

 

Im Treppenhaus:

Geht runter zum Erdgeschoss und haltet euch dabei am Geländer fest. So könnt ihr euch einerseits orientieren und andererseits sichern. Ihr werdet wohl nicht der einzige im Treppenhaus sein und wollt ja nicht von jemandem umgestoßen oder überrannt werden. 

Wird der Rauch im Treppenhaus zu dicht, geht nicht hindurch sondern geht nach oben. Auf dem Dach angekommen solltet ihr die Tür mit etwas offen halten um euch nicht auszusperren. Versucht dann auf euch aufmerksam zu machen. 

 

Falls ihr im Zimmer bleiben müsst:

Die Tür ist tatsächlich heiß oder der Flur ist voller Rauch. Ob ihr die Fenster als Fluchtweg nutzen könnt, habt ihr euch anfangs schon angesehen. Seit ihr im Erdgeschoss, könntet ihr es schaffen aus dem Fenster zu springen, ohne euch dabei zu verletzen. Wohnt ihr höher, bleibt ihr lieber wo ihr seit. Ihr könnt einen Brand in eurem Zimmer durchaus unbeschadet überstehen.

Schaltet im Bad wenn möglich den Abzug ein und lasst die Badewanne voll Wasser laufen. Der Abzug kann den Rauch verringern und das Wasser könntet Ihr zum löschen brauchen.

Macht Handtücher und Bettlaken nass. Damit könnt ihr Türspalten abdichten und verhindern, dass Rauch in euer Zimmer zieht. 

Versucht auf euch aufmerksam zu machen z.B. mit dem Telefon. Könnt ihr euer Fenster kippen, könntet ihr zum Beispiel ein Laken raushängen um gesehen zu werden.

Mit dem Eisbehälter oder einem Papierkorb könnt ihr Wasser schöpfen um Wände und Türen zu Kühlen.

Wird der Rauch im Zimmer dichter, hängt euch eine Decke über den Kopf und öffnet sie in Richtung offenes Fenster. Läßt sich das Fenster nicht öffnen, schlagt es mit einem Stuhl oder einer Schublade ein.

Bedenkt aber, dass unter euch größere Hitze und stärkere Rauchentwicklung sein kann, die zu euch aufsteigt. Werft also vorher zur Sicherheit einen Blick nach draussen und lasst gegebenen Falls das Fenster geschlossen.

 

 

Erdbeben 

 

Manche Regionen sind Erdbeben gefährdeter als andere. Ob euer Zielort Erdbeben gefährdet ist solltet ihr im Vorfeld in Erfahrung bringen.

 

Im Hotelzimmer

Gibt es ein Beben während ihr im Hotel oder im Zimmer seit, solltet ihr folgendes beachten: 

Geht auf keinen Fall in Treppenhäuser und benutzt auch hier keine Fahrstühle.

Sucht euch Schutz unter schweren Möbelstücken, wie z.B. Schreibtischen oder stellt euch unter Türrahmen oder neben eine stabile Innenwand. Außerdem solltet ihr Abstand zu instabilen Regalen oder zu Fensterscheiben halten. Schützt euren Kopf mit verschränkten Armen vor Glassplittern und herunter fallenden Gegenständen. Wartet bis das Beben vorbei ist und verlasst erst dann das Gebäude.

Solltet ihr in einem älteren Gebäude, ohne ausreichenden Schutz vor Erdbeben sein und habt die Chance dieses innerhalb von Sekunden zu verlassen, solltet ihr das versuchen. Beachtet aber, dass draußen und besonders in der Nähe von Gebäuden die Gefahr besteht von herunter fallenden Trümmern und Gegenständen getroffen zu werden.

 

Im Freien

Während des Bebens ist der sicherste Ort im Freien abseits von Gebäuden, Strommasten, Bäumen und Hängen auf freien Plätzen. Entfernt euch also schnellst möglich von diesen Objekten. Achtet dabei auf den Straßenverkehr und vermeidet Brücken. Habt ihr genügend Abstand und seit an einem geeigneten Ort geht am besten in die Hocke, um Stürze zu vermeiden. 

 

Was machen die anderen?

Guckt euch an, was die Menschen um euch herum machen. Ist es eine Erdbeben erfahrene Region, bekommen sie hier wahrscheinlich von Kindesbeinen an erzählt, wie man sich am besten verhält und in Sicherheit bringt. Daran könnt ihr euch orientieren.

 

 

Terroranschläge, Amokläufe, extreme Situationen.

 

Terroranschläge, Amokläufe usw. kommen unerwartet, aus heiterem Himmel und in den unterschiedlichsten Formen. In den letzten Jahren waren es beispielsweise Bombenanschläge, Personen die mit Schusswaffen auf Menschen losgegangen oder mit Fahrzeugen in Menschenansammlungen gefahren sind. Es gibt praktisch keine Möglichkeit sich vor so etwas zu schützen. Es gibt aber Möglichkeiten zu reagieren und sich entsprechend zu verhalten.

 

Ein kurzer Erfahrungsbericht

Beim Amoklauf in München 2016 bin ich mit meinem Freund in eine der damals in der Stadt entstandenen Massenpaniken gekommen und habe mich und meine Mittmenschen in so einer Situation erlebt. Entstanden sind sie weil mehrere Attentäter in der Stadt vermutet und an mehreren Orten dann auch vermeintlich gesichtet wurden. Das Ergebnis waren große Gruppen Menschen die in Panik vor einer Bedrohung davon liefen, die es eigentlich nicht gab. Nichts desto trotz sind wir in diesem Moment gefühlt um unser Leben gelaufen.

Unsere erste Reaktion war mit dem Strom zu laufen, nicht raus zustechen und vielleicht aufzufallen. Dabei haben wir versucht uns so gut es ging einen Überblick zu verschaffen, zu sehen woher die Bedrohung kommt und wer uns bedroht. Nach einigen Metern haben wir uns dann zur Sicherheit von der Masse abgesetzt und uns in kleinere Seitenstraßen geflüchtet um nicht von Menschen in Panik umgerannt und verletzt zu werden. In einer kleinen Straße wurden wir dann von einer Dame zu ihrem Laden gerufen und haben uns dort für etwa 45min in einem Hinterzimmer versteckt, mit Lichtern aus und Handys auf lautlos. 

Als sich die Lage etwas beruhigt zu haben schien, haben wir uns zu Fuß in großem Bogen um die Innenstadt zu unserem Zuhause durchgearbeitet, haben dabei unsere Umgebung und Personen denen wir begegnet sind genau im Blick gehabt. Es hieß das Täter flüchtig und wahrscheinlich noch in der Stadt unterwegs sein.

 

Ruhe bewahren

Ich habe in dieser Situation gemerkt wie wichtig es ist ruhig zu bleiben und nicht in Panik zu verfallen, auch wenn der erste Instinkt vielleicht etwas anderes sagt. Nur so konnten wir überlegt und unseres Erachtens sinnvoll handeln. 

 

Unsere Reaktion damals deckt sich mit den wenigen Handlungsempfehlungen, die im Internet zu finden sind. Es gibt ein gutes Interview auf t-online.de von 2018 und ein pdf des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe über „Verhaltensregeln für besondere Gefahrenlagen“ in dem Szenarien behandelt werden, die sich bei Terroranschlägen ereignen können. Beide Links findet ihr am Ende des Textes.

 

Hier kurz die wesentlichsten Empfehlungen zusammen gefasst:

Versucht Ruhe zu bewahren und nicht in Panik zu verfallen, damit ihr klar urteilen und Entscheidungen treffen könnt.

Versucht euch einen Überblick über die Situation zu verschaffen. Was passiert hier gerade? Aus welcher Richtung werde ich wie bedroht? In welcher Richtung ist es sicher?

Bewegt euch so schnell es geht aus der Gefahrenzone weg.

Nehmt euch vor Menschenmassen in Panik in acht. Hier besteht die Gefahr umgerannt und verletzt zu werden.

Verhaltet euch unauffällig, um nicht selbst zum Ziel zu werden.

Vermeidet auf jeden Fall Konfrontationen mit dem oder den Angreifern, selbst wenn ihr denkt ihr könntet etwas ausrichten. Wahrscheinlich seid ihr nicht für so etwas ausgebildet. Überlasst dass also den Rettungskräften, die für Situationen dieser Art geschult sind.

Begegnet ihr Rettungskräften verhaltet euch ruhig und macht deutlich, dass ihr keine Bedrohung seid. Nehmt zum Beispiel die Hände hoch und macht keine plötzlichen, hektischen Bewegungen. Befolgt deren Anweisungen.

Habt ihr Informationen die ihr für wichtig erachtet, versucht sie an die örtlichen Einsatzkräfte weiter zu geben.

Natürlich gibt es keine universal Lösung für solche Situationen, da ihr euch in ganz unterschiedlichen Szenarien wieder finden könnt, an die ihr die oben stehenden Hinweise dann anpasst. Mit diesen Verhaltensempfehlungen habt ihr aber eine bessere Ausgangsposition um gesunden Menschenverstand walten zu lassen und sinnvoll handeln zu können.

 

Was ihr für eure Sicherheit mitnehmen könnt

 

Licht

Wie schon erwähnt ist an eurem Smartphone sehr wahrscheinlich auch eine Taschenlampe, bzw. ein LED das sich als solche nutzen läßt. Das ist super praktisch, wollt ihr euch mal schnell den Weg im Dunkeln ausleuchten oder den Lichtschalter finden. Für langen Gebrauch z.B. bei einem größeren Stromausfall ist sie aber nicht geeignet. 

Für so einen Fall könnt ihr euch eine kleine Stablampe besorgen. Die gibt es in den  verschiedensten Ausführungen, groß, klein, leicht, schwer, günstig und teuer. 

Ich persönlich habe aber lieber immer ein oder zwei Knicklichter, auch Leuchtstäbe genannt, dabei. Sie wiegen so gut wie nichts, kosten kaum was und nehmen eben so wenig Platz weg. Einmal geknickt leuchten sie bis zu 12 Stunden, ohne das ihr Strom oder Batterien braucht. 

Sie eignen sich auch gut um in Notsituationen auf euch aufmerksam zu machen. 

 

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Auf sich aufmerksam machen

Wo wir gerade davon sprechen. Eben so wie ihr die Knicklichter immer dabei haben und nutzen könnt, um auf euch aufmerksam zu machen, könnt ihr auch eine Signalpfeife dabei haben. Sie kann in den verschiedensten Situationen hilfreich sein. Ein paar Beispiele: Ihr könnt auf euch aufmerksam machen, wenn ihr von jemandem in der Öffentlichkeit bedrängt werdet. Genau so wenn ihr aus irgend einem Grund im Hotelzimmer fest sitzt. z.B. bei einem Brand oder nach einem Erdbeben. Vielleicht schießt euch mitten im Entspannungsbad eine Hexe – auch hier könntet Ihr Hilfe herbei Pfeifen. Ihr seht also, so ein kleines Plastik Teil kann wirklich hilfreich sein. 

 

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Atemschutz 

Bei einem Brand ist, abgesehen von den Flammen, die größte Gefahr die eine Rauchvergiftung zu erleiden. Das Atmen durch nasse Textilien ist eine Notfall Maßnahme, die sicherlich besser ist als die Dämpfe pur einzuatmen, sie bietet aber keinen wirklichen Schutz. 

Wollt ihr die Gefahr einer Rauchvergiftung im Brandfall wirklich ausschließen, könnt ihr euch einen Atemschutz besorgen und den im Koffer immer griffbereit haben. Ein Beispiel dafür ist dieser hier:

 

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Die Hotelzimmertür

Gibt es eures Erachtens nach einen Grund die Hotelzimmertür zusätzlich zu sichern, weil ihr z.B. in einem unsichereren Land seid, gibt es dafür ein paar einfache Hilfsmittel.

Hotelzimmertüren können recht unterschiedlich sein. Manche haben einen richtigen Schlüssel, dann könnt ihr sie auch richtig abschließen. Andere haben nur eine Schlüsselkarte, dann haben sie meist an der Stelle an der das Schloss sonst sitzt einen Hebel oder etwas ähnliches, mit dem ihr einen Zugang mit einem Generalschlüssel verhindern könnt. Oftmals gibt es noch eine Kette oder eine ähnliche Konstruktion mit der ihr die Tür zusätzlich sichern könnt.

Genügt euch das nicht, besorgt euch z.B. einen Türkeil. Den könnt ihr von innen gegen die Tür legen. Der stoppt dann die Tür, sollte sie doch irgendwie geöffnet werden. Es gibt sie auch elektronisch. Drückt die Tür dann auf den Keil wird zum Beispiel ein Licht oder ein Alarmton ausgelöst.

Gehen die Hotelzimmertüren nach aussen auf, wie das z.B. in Skandinavien oft der Fall ist, bringt es natürlich nichts einen Keil von innen gegen die Tür zulegen. Von aussen macht das dann natürlich auch irgendwie keinen Sinn. Hierfür gibt es diese Türstopper auch mit Bewegungsmeldern. Schwingt die Tür nach aussen auf, springt der Bewegungsmelder darauf an und gibt Alarm.

 

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Ausserdem gibt es so genante Reise Türschlösser. Sie bestehen aus einer Kunststoffplatte, die in das Türschloss am Rahmen eingehackt wird und einem Keil der dann bei geschlossener Tür durch die Platte gesteckt wird und so ein Öffnen der Tür verhindert. Das klingt komplizierter als es ist, ist aber ein effektives Mittel und zusätzlicher Schutz, sollte der von Nöten sein. Das funktioniert aber auch wiederum nur, wenn die Tür nach innen aufgeht.

 

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Schlusswort

 

Wie ihr seht könnt ihr euch sowohl Mental als auch mit ein klein wenig Ausrüstung auf so einige Situationen vorbereiten und mit diesem Wissen als Grundlagen auch viel besser auf unvorhergesehenes reagieren. Es gibt keinen Grund ängstlich zu sein und noch viel weniger, wenn ihr wisst was zu tun ist.

 

Habt ihr solche Erfahrungen gemacht? Wie habt ihr darauf reagiert? Welche Lehren habt ihr daraus gezogen oder welches Verhalten euch darauf hin angewöhnt?

 

Links

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

t-online.de – Terroranschlag: So verhalten Sie sich richtig in extremen Gefahrensituationen

 
 
 

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